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Strahlendes Lächeln zum Beruf machen

Ein schönes, gesundes Gebiss ist der beste Schmuck für jedes Gesicht. Oft genug muss Zahnersatz das strahlende Lächeln sicherstellen. Wenn der Zahnarzt den Startschuss gibt, fertigt der Zahntechniker zum Beispiel Kronen, festsitzenden oder herausnehmbaren Zahnersatz. Wenn niemand das fertige Produkt im Mund des Patienten bemerkt, hat der Zahntechniker gewonnen.

 


Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Wenn Sie eine Ausbildung zum/zur Zahntechniker/in machen wollen, sollten Sie Interesse für Naturwissenschaften und neue Technologien mitbringen. Wichtig ist Fingerfertigkeit und präzise Arbeit sowie ein Gefühl für Formen und Farben.

 


Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, die Sie zum größten Teil in Ihrem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule verbringen. In Ausnahmefällen ist eine Verkürzung möglich. Während der Ausbildung führen Sie einen Ausbildungsnachweis in Form eines Berichtheftes, in dem Sie alle Lehrinhalte protokollieren.

 


Welche Prüfungen muss ich absolvieren?

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres legen Sie eine Zwischenprüfung ab, mit der Sie zeigen, was Sie in der Zwischenzeit gelernt haben. Abschluss ist die Gesellenprüfung. Wie die Zwischenprüfung besteht sie aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Wenn Sie die Gesellenprüfung bestanden haben, erhalten Sie den Gesellenbrief und sie können in den Job starten.

 


 

Bekomme ich einen eigenen Lohn?

Natürlich erhalten Sie schon in der Ausbildung Ihren ersten Lohn. Die Höhe Ihrer Vergütung ist nicht tarifvertraglich geregelt, orientiert sich aber an den Empfehlungen der Zahntechniker-Innungen. Entsprechend kann die Ausbildungsvergütung in den einzelnen Regierungsbezirken variieren. Für den Regierungsbezirk Düsseldorf beträgt sie zurzeit:

 

Ausbildungsvergütung ab 01.01.2022:

1. Ausbildungsjahr: 590,00 € brutto

2. Ausbildungsjahr: 700,00 € brutto

3. Ausbildungsjahr: 800,00 € brutto

4. Ausbildungsjahr: 830,00 € brutto

 

Zuzüglich fallen für die Ausbildung sogenannte Lehrlingsbetreuungsgebühren zu Beginn der Ausbildung an, die der Betrieb zu tragen hat. Ebenso erhebt die Innung Gebühren für die Zwischen- und Abschlussprüfung. Diese Gebühren werden nach Vorlage durch den Geschäftsführer/Vorstand von der Innungsversammlung genehmigt und sind für alle ausbildenden Labore verbindlich.

Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer Innungsgeschäftsstelle unter Tel: 0211 430760

 


 

Wo findet die Ausbildung statt?

Genau genommen an drei Orten: Überwiegend natürlich in Ihrem Ausbildungsbetrieb – also das Dentallabor, für das Sie sich mit Ihrer Bewerbung entschieden haben, in der Überbetrieblichen Lehrwerkstatt der Zahntechniker Innung Düsseldorf – und in der Berufsschule. Im Betrieb eignen Sie sich die praktischen Fertigkeiten und Kenntnisse sowie Berufserfahrung gemäß des Ausbildungsplanes an. Einmal in der Woche besuchen Sie die Berufsschule, bei uns das Albrecht-Dürer-Berufskolleg, Paulsmühlenstr. 1 in 40597 Düsseldorf. Hier ergänzen Sie Ihr Können mit theoretischem Know-how, wie zum Beispiel Materialkunde oder Wirtschafts- und Betriebslehre und führen Projekte zu den einzelnen Lernfeldern durch. Zudem werden Sie sich durch insgesamt 6 Ausbildungslehrgänge in der Überbetrieblichen Lehrwerkstatt qualifizieren. In einwöchigen Kursen vertiefen Sie das Erlernte aus Ihrem Betrieb und lernen die neuesten Technologien kennen.

 


Wo bekomme ich weitere Infos zur Ausbildung?

Den Ausbildungsrahmenplan und die Ausbildungsverordnung können Sie bei uns unter der Rufnummer 0211 / 430760 anfordern.

 


 

Kann ich mich kontinuierlich weiterbilden?

Das sollten Sie sogar, denn ständig verbessern neue Technologien die Leistungen der Dentallabore. Möglichkeiten gibt es in zahlreichen Abend- oder Tageskursen, die von der ZID oder verschiedenen Dienstleistern angeboten werden.

 


Welche Zukunftsperspektiven habe ich als Zahntechnikergeselle?

Zahntechnikergesellen arbeiten meist in gewerblichen Dentallaboratorien. Daneben gibt es aber auch Jobs in der Industrie. Mit drei Jahren Berufserfahrung (einige Bildungsträger erwarten fünf Jahre) können Sie eine Weiterbildung zum Zahntechnikermeister absolvieren. Mit diesem Titel haben Sie das Recht, sich selbstständig zu machen und Lehrlinge auszubilden. Alternativ können Sie mit dem Meistertitel auch in einem Betrieb als Laborleiter tätig werden.

 

Gibt es eine Ausbildungsverordnung?

Modernisierte Ausbildung für Zahntechnikerinnen und Zahntechniker
Ab dem 1. August ist die neue Ausbildungsverordnung anzuwenden.

BERLIN, 4. April 2022.

Die neue Verordnung über die Berufsausbildung zum Zahntechniker und zur Zahntechnikerin ist am 1. April im Bundesgesetzblatt erschienen. Diese Verordnung tritt am 1. August 2022 in Kraft.

Zur neuen Ausbildungsordnung äußert sich Heinrich Wenzel, Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) und Beauftragter für die Aus- und Weiterbildung. „Als verantwortliches Vorstandsmitglied des VDZI danke ich an dieser Stelle allen beteiligten Ministerien, Organisationen und Verbänden, aber insbesondere den Vertretern der Sozialpartner für die gemeinsam geleistete Arbeit. Wir haben uns im Rahmen unserer gesetzlichen Beteiligungsrechte in dem Verfahren zur Neuordnung der Ausbildungsordnung mit unserer gesamten fachlichen Expertise und unseren Überzeugungen für eine moderne Ausbildung in der Zahntechnik eingebracht. Die Verhandlungen verliefen in wohltuender Weise ebenso effektiv wie effizient. Dieses Neuordnungsverfahren kann als ein Beweis einer funktionierenden Sozialpartnerschaft bezeichnet werden.“

Aus Sicht des VDZI wird die neue Ausbildungsordnung vor allem dem dynamischen technischen Fortschritt und den Anforderungen einer fachlich und kommunikativ vernetzten und digitalisierten Arbeitswelt gerecht. Der breite Einsatz digitaler Fertigungsmethoden und immer komplexerer Materialien haben das Berufsbild bedeutend ergänzt und erweitert. Die hierfür erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten erhalten daher in der neuen Ausbildung und der Prüfung ein höheres Gewicht. Den ZahntechnikerInnen der Zukunft werden neben der Erweiterung der zahntechnischen Fähigkeiten und Kenntnisse auch erweiterte Kompetenzen im Bereich der technischen Planung, des Risiko- und Qualitätsmanagements sowie der fachlichen Information und Kommunikation vermittelt. Damit können ZahntechnikerInnen noch besser den zahnärztlichen Kundenanforderungen gerecht werden. Sie stellen für alle Fragen der Zahntechnik die Experten für den Zahnarzt und die Patienten dar. Das steigert die Strukturqualität in der Zahnersatzversorgung. Die Einführung der sogenannten „gestreckten Prüfung“ ist dabei eine logische Konsequenz aus der Tatsache, dass die neue Ausbildung mit ihrem hohen fachlichen Anspruch an den Auszubildenden und an den modernen Ausbildungsbetrieb gleichermaßen ein klares, inhaltliches und zeitlich strukturiertes Lernen verlangt, um die Qualifikationsziele der Ausbildungsordnung tatsächlich erreichen zu können.

„Eine attraktive und moderne Berufsausbildung in der Zahntechnik ist die zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung dieses Handwerks. Ohne gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte kann ein zahntechnisches Labor in der digitalisierten Welt nicht erfolgreich sein und im Wettbewerb bestehen. Daher rufe ich die Inhaber der Labore dazu auf, dem Fachkräftemangel durch eine verstärkte Ausbildung zu begegnen. Die jungen Menschen können mit der neuen Ausbildungsordnung darauf vertrauen, den Beruf des Zahntechnikers auf dem modernsten Stand der analogen und digitalen Technik zu erlernen. Die fachlich ebenso anspruchsvolle wie breite Ausbildung macht junge Menschen fit für eine sichere Beschäftigung und bietet ihnen eine Karrierechance. Die neue Ausbildungsordnung ist ein Gewinn für alle Auszubildenden und für das Zahntechniker-Handwerk“, erklärt VDZI-Präsident Dominik Kruchen.

Die neue Verordnung finden Sie hier: bitte klicken